Maschinenraum und Steuerhaus Startseite SteckbriefAnhand des noch erhaltenen Werftmodells kann man den Aufbau eines Fluß-Eisbrechers gut darstellen. Die Rumpfform ist sehr bauchig, der Bug in der für Eisbrecher klassischen Form des „Steinhaus’schen Löffelbugs“, mit verstärktem Kiel und Spantenwerk. Der verstärkte Propeller aus Chromnickelstahl ist durch einen Tunnel und seitliche Schürzen gut geschützt, am Heck verhindert eine Eisnase Beschädigungen des Ruders beim Rückwärtsfahren. Die Anker lagern (zumindest bei Eisfahrt) auf sogenannten „Schweinsrücken“ außerhalb des Gefahrenbereichs, die Ankerklüse lässt sich schließen. Vor- und Achterpiek sind als Ballasttanks ausgeführt, sodaß das Schiff im Bedarfsfall (Auffahren auf Eisbarren) mit einer leistungsfähigen Pumpe umgetrimmt werden kann und so das Eis bricht.
Am anschließenden Freideck stehen die Schlepppoller mit dem Schleppgeschirr und der schwenkbare Bootskran mit dem Beiboot. Die große Schleppseilwinde, die am Modell noch vorhanden ist, wurde spätestens 1995 von Bord entfernt. Am Achterdeck steht der wegen der Schleppseilführung halbhoch ausgeführte Aufbau der Mannschaftskabine (zwei Kojen), am achteren Freideck befinden sich, unter einigen Deckeln versteckt, die Getriebeteile der Ruderanlage. Der hinterste der drei Seilbögen mit den charakteristischen seitlichen Trossenfängern (die verhindern sollen, dass sich das lose Schleppseil im Propeller verfängt) ist erhalten geblieben.
An Deck befinden von vorne nach hinten: die handbetriebene Ankerwinde, dahinter der einfach, aber geschmackvoll in Eiche eingerichtete Salon mit bequemen Sitzgelegenheiten für 12 Personen, außerdem die original-spartanische Küche sowie daneben Bad und WC. Ein schön gestalteter Abgang führt ins darunterliegende Kapitänslogis (eine Koje) und die Reservekabine (zwei Kojen), beide im Originalzustand erhalten. Über dem Salon befindet sich das für heutige Begriffe ebenfalls spartanisch eingerichtete Steuerhaus mit dem begehbaren Salondach und dem umlegbaren Mast. Hinter dem Salonaufbau folgt das Maschinenoberlicht mit dem Abgang in den Maschinenraum, darauf steht der große Kamin.
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